9.02 Die Sammerner Haide
Haide, kann hier jemand nicht richtig schreiben?
Haide = Trockenrasen, süddeutsch, Landschaft im
Gebiet der Isar und Lechmündung. Die 1,68 ha Haid bei Sammern ist
aufgebaut aus Trockenrasen und Hochgraswiesen, durchsetzt mit einzelnen
Bäumen und Baumgruppen, umgeben von Gehölzstreifen, wie ein
Park. Zum Schutzgebiet gehört auch die nördlich anschließende
Streuwiese.
Bedeutung
Die Sammerner Haide genießt als flächiges
Naturdenkmal einen sicheren Schutz und ist im Besitz des Landkreises
Deggendorf.
Die Sammerner Haide ist die am weitesten nach Nordosten
gegen die Donau vorgeschobene südbayerische Haidewiese. Als wertvollstes
Naturobjekt im Landkreis Deggendorf ist die Haide wegen des Reliktcharakters
und der reichen Pflanzenausstattung von großem Wert für die
biologische Forschung und Lehre.
Bodenbeschaffenheit
Der Boden der Magerwiese besteht aus Kalkschotter Er
ist also recht steinig, wasserdurchlässig und nährstoffarm,
deshalb zeigt die Haide eine mehr bräunliche bis gelblich-grüne
Färbung. Doch gerade diese kargen Bedingungen, also die Magerkeit
des Bodens, sind die Voraussetzung für das Gedeihen vieler seltener
und geschützter Pflanzenarten. Pflanzen und ihre Standorte
- Gemeine Küchenschelle/ Echte Küchenschelle ( Pulsatilia
vulgaris)
- Frühlingsenzian/Schusternagerl ( Gentiana verna)
- Spinnen- Ragwurz ( Ophrys sphe godes)
- Helmknabenkraut ( Orchis militaris)
- Wanzenknabenkraut (Orchis coriophora)
- Heidröserl ( Daphne cneorum)
- Maiglöckchen /Maiblurne ( Convallaria majalis)
- Federgras ( Stipa pennata)
- Brandknabenkraut ( Orchis ustulata)
- Sibirische Schwertlilie/Blaue Schwertlilie (Iris sibiraca)
- Große Händelwurz ( Gymnadenia conopea)
- Pyramidenhundswurz ( Anacamptis pyramidalis)
- Sumpfgladiole/Siegwurz ( Gladiolus palustris)
- Wohlriechende Händelwurz (Gymnadenia odoratissima)
- Deutscher Enzian ( Gentianella germanica)
Weiterführung:
Wacholderweiden der fränkischen Alb Reste von Heideflächen
auf Flussschottern des Alpenvorlandes Sandgrasheiden des Frankenlandes
Steppenheide an den Steilhängen der Frankenalb
Literatur:
- "Schützen und blühen lassen", Bayer. Staatsministerium
für Landesentwicklung und Umweltfragen
- "Auf der Sonnenseite des Bayer. Waldes" Landkreisbuch
DEG
- Facharbeit B. Weber, Osterhofen 1986