Aholming

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Die Pfarrkirche Aholming

Die Sammerner Haide

9.01 Der Hochaltar in der Pfarrkirche zu Aholming

Aholming, am südlichen Steilufer des Isartales gelegen, gehört zu den frühen Siedlungen im Gäu. Am 10.04.1179 bestätigt Papst Alexander III. dem Domkapitel von Passau den Besitz. Die heutige Pfarrkirche wurde unter Einbezug des gotischen Chores 1765 neu erbaut. Sie besitzt einen für eine Dorfkirche außergewöhnlich prächtigen Hochaltar. Der Straubinger Kunsthistoriker K. Tyroller weist 1981 nach, dass der Altar für die Portenkirche des Zisterzienserklosters Aldersbach geschaffen wurde. Das Wappen im Auszug zeigt die Friedenstaube Noa‘ s mit einem Ölzweig im Schnabel, überwölbt von einem Regenbogen. Es ist das Wappen des Abtes Theobald Reitwinkler, der von 1745 bis 1779 dem Kloster vorstand.

Ursprünglich war der Altar ein Kreuzaltar. In der Mitte das Kruzifix mit der Schmerzhafen Mutter, dazu die Assistenzfiguren St. Bernhard ( Zisterzienser ) und St. Leonhard ( Patron der bäuerlichen Bevölkerung), wohl von Ignaz Günther. Der Altar kam ( vielleicht ) im Zuge der Säkularisierung nach Aholming, wurde hier den Raumverhältnissen angepasst.

Kreuz und Mater Dolorosa wurden an der südlichen Langhauswand aufgestellt, ein Bild der Steinigung des hl. Stephan als Altarblatt aus der Vorgängerkirche eingefügt.

Ignaz Günther ( 1725 - 1775)

Rokoko - Bildhauer, geb. in Altmannstein/ Beilngries, lernte in der Werkstatt seines Vaters, der Dorfschreiner und Bildschnitzer war, "empfing dort die Vertrautheit mit dem Holz, die seinem künstlerischen Wesens gemäß war...."

Schindler

Eleganz, höfischer Charakter der Figuren, eckig gebrochene Falten und feine Spannfältchen, lang herabfallende Röhrenfalten kennzeichnen die Gewänder.

Die Plastiken sind häufig weiß gefasst, Mallersdorf, Rott / Inn, Sünching

Bernhard v. Clairvaux (1090-1153)

Der Sohn eines burgundischen Adeligen, erfuhr bei den Stiftsherren von Chatillon umfassende Bildung, trat mit 30 Freunden 1112 im strengen Kloster Citeaux ein, gründete 1115 sein Kloster "lichtes Tal = Clairvaux", den Ausgangsort der Zisterzienserbewegung.

"Gott will es!", so rief Bernhard v. Clairvaux auf zum Kreuzzug 1146.

Zisterzienser Abteien in unserem Raum: Aldersbach, Gotteszell, Waldsassen, Zwettl.

St. Leonhard, Patron der Tiere, von der bäuerlichen Bevölkerung sehr verehrt, Kennzeichen: Gefangenenkette, Abtstab.