1.19 Der Ulrichsberg

Weithin sichtbar, ein Wahrzeichen der Gegend, grüßt
das Ulrichsbergkirchlein von einem 635 m hohen, ins Donautal vorspringenden
Bergrücken zwischen Saulochschlucht und Graflinger Tal.
B.Oberhofer (Das Graflinger Tal) meint, dass hier schon
eine Römerbefestigung aus der Zeit um 15 n. Chr. entstanden
sei.
Der Heimatkundler Detter berichtet von der "Altenburg". Tatsächlich
siegelt ein Eglaff v. Altenburg 1394 eine Mettener Urkunde. Heute ist
von der mittelalterlichen Anlage nur noch die romanische Ostwand mit
ihrer apsisartigen Ausbauchung erhalten, der gotische Sakristeiausbau
stammt aus dem 15. Jhdt., der übrige Kirchenbau wurde Ende des
17. Jhdts. umgestaltet. Der Freskenzyklus an der Decke zeigt die Legende
des hl. Ulrich, signiert mit W. Haindl, Pinxit 1751. Dargestellt ist
der Heilige vor Kaiser Otto, im Gebet vor der Schlacht auf dem Lechfeld
und in der Verklärung.

Das Fischwunder, die Figuren des hl. Wolfgang, Rupert,
Dionysius und Emmeran sowie die vier Evangelisten schmücken Seitenwand
und Gewölbekuppen. Leichter Bandel- und Muschelstuck umfasst die
Bilder.

Außer einem barocken Altar von 1680 ist die Einrichtung
neugotisch.
Die Madonna mit Kind ist die Arbeit um 1460.
Nach den aufwendigen Renovierungen in den Jahren 1986 - 88 und 90 -
92 laden Kirchlein und Vorplatz ebenso zum Verweilen ein wie der nahe
Gasthof.
Lit.: B.Oberhofer "Das Graflinger Tal"
Die Kunstdenkmäler in Bayer