Plattling

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St. Jakob - Plattling

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10.02 Die Pfarrkirche in Michaelsbuch

Im 8. Jahrhundert war der Ort Wohnsitz einer Adelsfamilie. Der Sohn der Familie, Gamelbert, ließ sich zum Priester weihen. Er war Mitbegründer des Stiftes Metten und schenkte diesem seinen Grundbesitz. Er machte seinen Adoptivsohn Utto zum ersten Abt von Metten.

Nach der Legende soll Gamelbert unter dem Hochaltar von Michaelsbuch begraben sein. 1294 wurde die Pfarrei Michaelsbuch dem Kloster Metten inkorporiert. Mit einer Unterbrechung (1803 - 1852) wurde/wird Michaelsbuch von Benediktinermönchen aus Metten betreut.

Die Kirche wurde 1727 - 1732 nach dem Plan des Straubinger Stadtmaurermeisters Jakob Ruesch erstellt, der auch die Klosterkirche Metten errichtet hat. Die Stuckaturen sind von dem dortigen Laienbruder Albert Bärtl. Die Deckenfresken hat der Straubinger Anton März gefertigt. Beteiligt waren auch die Bildhauer Christian Jorhan d. Ä., Landshut und der Passauer Joseph Deutschmann.

 

Prachtvoller Hochaltar von Chr. Jorhan, 1762

Der Erzengel Michael stürzt Satan in die Tiefe. Linke Holzplastik: Gamelbert mit Pilgerhut und Wasserflasche, er reicht die Kirchenschlüssel an... . Rechte Holzplastik: Utto

Der Sebastianialtar am nördlichen Chorbogen mit den Holzfiguren des hl. Rochus und des hl. Florian stammt aus der Werkstatt Deutschmanns. Die Holzplastiken des Marienaltars (Benedikt und Leonhard) stammen wie die beiden Beichtstühle ebenfalls aus der Deutschmann Werkstatt.

Die farbenprächtigen Deckenfresken zeigen Begegnungen des sel. Gamelbert mit seinem "geistlichen Sohn", dem sel. Utto.

Die Kirche von Michaelsbuch ist eine bedeutende Schöpfung der Barockzeit in unserer Heimat.

Nach der Innen- und Außenrenovierung (1991) erstrahlt das Gotteshaus in seiner ursprünglichen Schönheit.

 

Literatur:

"Die Pfarrkirche St. Michael, Michaelsbuch" (Kirchenführer)