Schöllnach

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Außernzell - Klostergut

Leonhardikapelle Außernzell

Pestkreuze

Werktagskapelle Schöllnach

5.01 Außernzell, einst Klostergut Niederalteichs
        lässt in seiner Kirche die Geschichte
        lebendig werden.

Nach Oswald wurde "Zell" im 9. Jhdt. als Schenkung eines baierischen Sippenführers an Niederalteich gegeben. 1004 wird der Ort von Kaiser Heinrich II. an Abt Godehard geschenkt 1148 ist eine Pfarrkirche bezeugt. Beim Umbau der Kirche 1972 kam ein Fresko mit Christusfigur aus ca. 1200 aus der Wand; die Wand stürzte ein. Die jetzige Pfarrkirche erstand um 1550; die flache Holzdecke wurde durch eine gotische Wölbung mit Netzrippen ersetzt, die abgeschnittenen Fresken übertüncht im Visitationsbericht von 1558 heißt es: "Vor acht Jahren ist ein Zehent versetzt worden um 25 fl., die zum Bau der Kirche angewandt wurden; und an einer anderen Stelle wird berichtet, der Abt von Niederalteich bat drei Jahre lang das Einkommen des Benefiziums von Außernzell beim Gotteshaus angelegt zur Ablösung einiger Schulden, die wegen des Gebäudes darauf gewachsen.

Die Sakristei, spätgotisch, im Türstock die Jahreszahl 1519 eingemeißelt, mit gut erhaltener Decke, Rosette mit strahlenförmigen Rippen ist gut erhalten. "Im Zeitalter des Barock", 1733 Barockisierung des Innenraumes, große Bogenfenster, Barockaltäre, 1762 neuer Westturm, erfuhr sie eine vollständige innere Umgestaltung..., 1762 scheint die Kirche auch verlängert worden zu sein..., 1733 erbat sich Pfarrer Augustin vom fürstbischöflichen Ordinariat die Erlaubnis in der neuerrichteten Seelenkapelle die Messe lesen zu dürfen... . Pfarrer Müller (1865 - 1897) ließ das Presbyterium wieder im ursprünglichen gotischen Stile herstellen, indem er die Fenster umgotizierte und einen neuen ( neugotischen ) Hochaltar ankaufte.

"Noch von einem zweiten Gegenstand des Kircheninnern im 16. Jahrhundert haben wir Kunde. Es ist das jetzt freilich nur mehr in ruinhaftem Zustand vorhandene einst so prächtige Sakramentshäuschen, das gegenwärtig an der südlichen Außenwand der Kirche steht. Aus hartem Kelheimer Kalkstein gefertigt trägt es die Jahrzahl 1520 und kam wohl um diese Zeit in die Kirche, wiederum ein Beweis für den gotischen Charakter der Kirche vor 1550. Vom Sakramentshäuschen fehlen jetzt einige Teile, namentlich die Rippen, die abgestoßen und größtenteils zerbrochen sind. Die vorhandenen Teile, die übrigens bedeutende Spuren des Alters, der Witterung oder auch menschlicher Zerstörung aufweisen, lassen deutlich erkennen, dass wir ein Kunstwerk vor uns haben. Seine Entfernung aus der Kirche muss im 17. Jahrhundert erfolgt sein, weil ein großes Stück desselben, die Säule, auf der das Häuschen ruhte, für die Grundmauer des Pfarrwohnhauses verwendet wurde, dessen Erbauung ohne Zweifel ins 17 Jahrhundert fällt."

Hier ist die kunstvolle Steinmetzarbeit Niederalteicher Mönche erhalten, ähnlich der in Bachling 1454, in Plattling 1515, in Schwarzach bei Hengersberg 1525.

Seit 1962 wurde der Versuch einer Anpassung an den ursprünglich gotischen Stil unternommen. 1962 Entfernung des neugotischen Hochaltares, der Kanzel und der barocken Seitenaltäre. 1972 -74 Renovierung und Regotisierung, Anpassung in der Gestaltung der Kirchenbänke, der Evangelistensäulen, der Anbaudecken, des Altares und des Ambos, sowie der neuen Orgel und der Fenster im Nord- und Südflügel.

Das Sakramentshäuschen ist seit 1974 von der Außenmauer wieder im Kircheninnern integriert.